Pfarrer


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Schrei 2017 1

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Hier lasse ich einfach erzählen was ich unter anderem von Herzen gerne unternehme:

Reise mit Herz und Fragezeichen

37, 38, 39, 40°…die Außentemperaturanzeige in unserem Bus klettert immer höher und mir wird immer banger. Wir fahren gegen Süden – Stadtbesichtigung in Rom, bei der Hitze! Wie wird das werden, umgeben von lauter fremden Leuten? Wie werden wir die Hitze aushalten? Wie das lange Sitzen im Bus? Wie werden die Leute sein? Viele Fragezeichen…

Die freundliche Stimme von Christine Geißler dringt durchs Mikrofon. Sie informiert uns über den geplanten Tagesablauf. Wir, das sind 17 Paare die rund 25 Jahre verheiratet sind - auch optisch schon „Silberpaare“. Wir sind auf dem Weg nach Siena, Rom und Assisi, begleitet von Pfarrer Hans Schrei und dem Ehepaar Geißler. Gleichmäßig heiter und unaufgeregt begleiten sie uns durch die neun Tage – ihre Erfahrung und Freude an der Sache kommen uns jeden Tag zu gute…

Die ersten Fragezeichen werden gleich bei der Anreise gelöst: jedes Paar stellt sich im Bus mit einem persönlichen Lied und einigen grundsätzlichen Infos vor. Wow, sechs Kinder – und dabei so schlank! Aha, die haben sich auch bei der Landjugend/den Pfadfindern kennengelernt! So viele Musiker und Sängerinnen sind auch dabei. Schweinebauer, Controllerin, Banker, Lehrerin, Gastwirte, Gärtner… eine bunte Vielfalt – aber alle glücklich verheiratet!

Die Stimmung steigt bei Songs von Reinhard Mey, Elvis Presley und den Hollabuam.(Christine, bitte das Richtige einsetzen!). Der freundliche und kundige Busfahrer Franz trägt seinen Teil zur guten Atmosphäre bei. Übrigens sitzen wir sehr luftig in einem echten Luxusgefährt, mit Platz genug, um mal „alle Viere“ von sich zu strecken…

Und dann: Siena in der Abendsonne! Ein feines Hotel quasi mitten in der Altstadt! Mit lachenden Herzen stürmen wir den „Plaza del Campo“, bestaunen die schwarz-weiß gestreifte Kathedrale und genießen einfach unser Leben. Es tut so gut, einmal nichts selber organisieren zu müssen, sich um nichts zu kümmern, sondern selbst bekümmert zu werden! Nach einer Stadtführung am nächsten Tag verlassen wir zu Mittag Siena. Unvergesslich: Die Geburtstagsfeier, würstelessend unter Bäumen, mit aus dem Bus gezauberten Sekt aus echten(!) Gläsern und einem von Julius virtuos unter dem blauen Himmel von Siena gespielten „Somewhere over the rainbow“… Übrigens: Ein Flügelhorn ist keine Trompete – Reisen bildet;-)

Weiterfahrt. Mitten im römischen Straßenverkehr taucht plötzlich die Kuppel des Petersdoms auf, unser Hotel ist Luftlinie höchstens einen Kilometer entfernt – der KA Italiens sei Dank. Und tatsächlich, es ist heiß in Rom! Aber das wird durch viele Wasserflaschen und eine perfekte Planung der Reiseleitung kein echtes Problem. Pfarrer Schrei als profunder Romkenner lotst uns zu den schönsten Plätzen, zu den besten Zeiten – und schafft es so nebenbei, Lokale für 38 hungrige Leute zu finden, in denen es sehr gut schmeckt und wir superschnell bedient werden.

Wer wissen will, was genau wir alles in Rom gesehen haben, möge bitte im Familienreferat nachfragen! Es waren jedenfalls beeindruckende Monumente und Momente dabei. Wir wurden sogar bei der Papstaudienz am Petersplatz begrüßt! Beeindruckend war auch die Geschwindigkeit, in der wir zu einer fröhlichen Runde zusammenwuchsen. Jedes Paar hatte die Freiheit, mitzutun oder auch mal eigene Wege zu gehen. Aber seien wir ehrlich: erstens das Warten auf und dann das Fahren im komplett überfüllten römischen 64er-Bus war in einer Gruppe und mit viel Humor leichter erträglich… Also blieben wir meistens zusammen und überließen uns der Führung durch Christine, Julius und Hans. Sie hatten sowieso den perfekten Mix aus Andacht, Nervenkitzel (runter in die Katakomben, rauf auf die Kuppel!), Geselligkeit und Paar-Impulsen zusammengestellt.

Nach drei Tagen Rom ging es weiter nach Assisi, auch hier logierten wir mitten in der Altstadt mit ihrem ganzen Flair und Trubel. Nur die umbrische Landschaft war nach wochenlanger Trockenheit ungewöhnlich fahl und staubig. Aber im Ort des Hl. Franziskus, Patron aller Umweltschützer, begann es just am Tag der Schöpfung endlich zu regnen! Wir atmeten mit der Landschaft auf und genossen auf dem Weg nach San Damiano die würzigen Düfte und die glitzernden Regentropfen auf den Olivenbäumen.

Eingerahmt wurde unsere ganze Reise durch einen wunderbaren Ehe-Gottesdienst in der schlichten und schönen Kirche San Stefano. Beim Segen durch Pfarrer Hans Schrei, begleitet von der „hauseigenen“ Blasmusik-Gruppe, war das Glück und die Freude fast greifbar…

Was bleibt? Ein großes DANKE! Dafür, dass wir gut und unfallfrei unterwegs waren, für die Freundlichkeit und Souveränität von Christine, den Humor und die Musikalität von Julius, das Wissen und die entspannte Begleitung durch Hans Schrei (die vielen Witze nicht zu vergessen!) und das unkomplizierte Wohlwollen innerhalb der Gruppe. Vergelt’s Gott!

 

Hemma Opis-Pieber