Pfarre Graz-St. Leonhard

 

2. Adventsonntag

 

Was wird sein, wenn Gott den Menschen nahe kommt?

Auch am 2. Adventsonnt hören wir In der Lesung wieder was Jesaja sieht:

Einen Baumstumpf, der austreibt

Der Geist Gottes, der begabt und belebt

Die Gerechtigkeit Gottes, die aufrichtet

Und dass Wehrlosigkeit und Wildheit nebeneinander ruhen

 

Was wird sein, wenn Gott den Menschen nahe kommt?

Orte des Neuanfangs und des Lebens entstehen

Orte, wo Geistbegabungen schöpferisch wirken

Orte, wo Feindschaft und Gefährlichkeit sich wandeln können

Und das Kleine und Zarte Wert bekommt

 

Was wird sein, wenn Gott dir - ganz persönlich – nahe kommt?

von Helene Loidolt

1. Lesung                                                                                                           Jes 11, 1-10

Er entscheidet für die Armen, wie es recht ist

Lesung aus dem Buch Jesaja

An jenem Tag 1wächst aus dem Baumstumpf Isais ein Reis hervor, ein junger Trieb aus seinen Wurzeln bringt Frucht.

2Der Geist des Herrn lässt sich nieder auf ihm: der Geist der Weisheit und der Einsicht, der Geist des Rates und der Stärke, der Geist der Erkenntnis und der Gottesfurcht.

3[Er erfüllt ihn mit dem Geist der Gottesfurcht.] Er richtet nicht nach dem Augenschein, und nicht nur nach dem Hörensagen entscheidet er,

4sondern er richtet die Hilflosen gerecht und entscheidet für die Armen des Landes, wie es recht ist. Er schlägt den Gewalttätigen mit dem Stock seines Wortes und tötet den Schuldigen mit dem Hauch seines Mundes.

5Gerechtigkeit ist der Gürtel um seine Hüften, Treue der Gürtel um seinen Leib.

6Dann wohnt der Wolf beim Lamm, der Panther liegt beim Böcklein. Kalb und Löwe weiden zusammen, ein kleiner Knabe kann sie hüten.

7Kuh und Bärin freunden sich an, ihre Jungen liegen beieinander. Der Löwe frisst Stroh wie das Rind.

8Der Säugling spielt vor dem Schlupfloch der Natter, das Kind streckt seine Hand in die Höhle der Schlange.