19. Juli 2015
Wortgottesdienst

16. So im Jk
Lesejahr B
Gottesdienstleitung:
Luis Pregartner

Wir versammeln uns in der Taufkapelle

Einstimmung - Luis

Hier bin ich, 
Gott, vor Dir. 
So wie ich bin.

Ich öffne mich Deiner Nähe. 
Deine Lebenskraft fließt in mir, 
mein Atem,
der mich trägt und weitet ... 
lass Ruhe in mich einkehren ...

Hier bin ich, 
Gott, vor Dir. 
So wie ich bin.

Mit meiner Anspannung, meiner Freude, 
meiner Traurigkeit und Enttäuschung. 
Mit meiner Wut und meiner Ungeduld. 
Mit meinem Stolz.
Mit meiner Sehnsucht.

Gott, Quelle des Lebens, 
reinige mich,
erneuere mich.
Heile mich.

In diesem Sinn beginnen wir unser Feiern. Im Namen Gottes, der uns Vater und Mutter ist und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.

Lied: Oh lord hear my prayer - Lobet den Herrn 483

Kyrie:

Herr Jesus Christus,
froh, ohne Überhastung und mit Gottvertrauen sollen wir nach deinem Willen unseren Alltag und unser Leben gestalten.
Herr, erbarme dich.

Aus der Verbundenheit mit dir wollen wir Gelassenheit, Vertrauen und Zuversicht schöpfen.
Christus, erbarme dich.

Du willst und wirst deinen Segen auf uns legen.
Herr, erbarme dich.

Der Herr erbarme sich unser. Er sei an unserer Seite, damit wir uns von Nervosität und Hektik befreien im Vertrauen auf ihn und seine Hilfe. – Amen.

Preisen wird Gott: Laudate omnes gentes - Lobet den Herrn 513

 

Lesung aus dem Buch Jeremia:

Weh den Hirten, die die Schafe meiner Weide zugrunde richten und zerstreuen - Spruch des Herrn. 
Darum - so spricht der Herr, der Gott Israels, über die Hirten, die mein Volk weiden: Ihr habt meine Schafe zerstreut und versprengt und habt euch nicht um sie gekümmert. Jetzt ziehe ich euch zur Rechenschaft wegen eurer bösen Taten - Spruch des Herrn. Ich selbst aber sammle den Rest meiner Schafe aus allen Ländern, wohin ich sie versprengt habe. Ich bringe sie zurück auf ihre Weide; sie sollen fruchtbar sein und sich vermehren. Ich werde für sie Hirten bestellen, die sie weiden, und sie werden sich nicht mehr fürchten und ängstigen und nicht mehr verlorengehen - Spruch des Herrn. 
Seht, es kommen Tage - Spruch des Herrn -, da werde ich für David einen gerechten Spross erwecken. Er wird als König herrschen und weise handeln, für Recht und Gerechtigkeit wird er sorgen im Land. In seinen Tagen wird Juda gerettet werden, 
Israel kann in Sicherheit wohnen. Man wird ihm den Namen geben: Der Herr ist unsere Gerechtigkeit.

 

Lied: Halleluja 190 - Lobet den Herrn

Evangelium des 16. Sonntags im Jahreskreis, Lesejahr B: Mk 6,30-34

Aus dem hl. Evangelium nach Markus:

Die Apostel versammelten sich wieder bei Jesus 
und berichteten ihm alles, was sie getan und gelehrt hatten.
Da sagte er zu ihnen: 
Kommt mit an einen einsamen Ort, wo wir allein sind, 
und ruht ein wenig aus. 
Denn sie fanden nicht einmal Zeit zum Essen, 
so zahlreich waren die Leute, die kamen und gingen.
Sie fuhren also mit dem Boot in eine einsame Gegend, 
um allein zu sein.
Aber man sah sie abfahren, und viele erfuhren davon; 
sie liefen zu Fuß aus allen Städten dorthin 
und kamen noch vor ihnen an.
Als er ausstieg und die vielen Menschen sah, 
hatte er Mitleid mit ihnen; 
denn sie waren wie Schafe, die keinen Hirten haben. 
Und er lehrte sie lange.

 

Predigtgespräch:

Einleitung:

Hier in diesem Raum wurden schon sehr viele Menschen auf den Namen Jesu getauft. Dieser Ort darf auch uns ein Ort der Erinnerung sein an unsere Berufung. Wie die vielen Kinder, die hier gesalbt wurden zu Königinnen und Königen, zu Priesterinnen und Priestern, zu Prophetinnen und Propheten, so wurden auch wir einst gesalbt bei unserer eigenen Taufe zur Königin, zum König, zur Priesterin, zum Priester, zur Prophetin, zum Propheten. So wie Jesus seine Freunde ausgesandt hat, die Menschen zu heilen von ihren Krankheiten, sie zu befreien von ihren bösen Geistern und ihnen Gottes Liebe nahe zu bringen, so sind auch wir durch unserer Taufe gerufen so zu handeln. Deshalb möchte ich sie alle heute einladen, dass wir einander mit dem beschenken was Gott einer jeden und einem jeden geschenkt hat.

In einer ersten Runde bitte ich einen Vers oder einen Gedanken aus dem heutigen Evangelium zu wiederholen.

…………………………..

Nun lade ich ein zu einer Stille. Lassen wir uns von den Worten des heutigen Evangeliums berühren.

………………………………

Teilen wir einander mit, welcher Gedanke, welches Wort hat mich berührt. Hier gibt es kein Richtig und kein Falsch. Wer etwas dazu zu sagen hat möge es bitte tun.

 

Fürbitten

Sprechen wir als Bitte oder Dank aus was unser Herz bewegt. Schließen wir die Bitten / den Dank ab mit „Darum bitte ich dich Herr“ oder „Dafür danke ich dir Herr. Alle antworten mit „Wir bitten dich erhöre uns“

Lied: ubi caritas 253 Lobet den Herrn

 Meditation

Ich werde still.
Gott meines Lebens, ich finde mich vor dir ein am Ende des Tages. 
Mit meinem Leib, mit meinem Atem,
mit meinem Denken und Fühlen,
so wie ich jetzt bin.
Mit jedem Ein- und Ausatmen möchte ich stiller und hörender werden.
Ich möchte mich von dir einladen lassen innezuhalten.

Ich bin gefüllt mit allem, was der Tag bis jetzt gebracht hat. 
Ich lasse diesen Tag noch einmal an mir vorüberziehen, 
Stunde um Stunde, Ort für Ort, Begegnung für Begegnung.
Ich lasse alle Geschehnisse, Gedanken und Gefühle noch einmal aufsteigen.

Ich will dich loben mit allem, was heute den Glanz deiner Gegenwart hatte,
Ich will dir danken für alles, was ich tun konnte und was mir gelungen ist. 

Barmherziger, schenke mir Versöhnung und Heilung, 
wo ich meine Kräfte überschätzt habe.
Schenke mir Versöhnung und Heilung
für alles Halbherzige und Gleichgültige, für alles Hetzen und Drängen,
das mich von dir entfernte.

So bringe ich diesen Tag nahe am Ende vor dich: 
Nimm du ihn an.
Gib mir Zuversicht und Vertrauen in deine Gegenwart:
für den Rest dieses Tages, 
für alles, was ich tun kann,
für alles, was mir geschenkt wird.

 

Vater Unser

Segensgebet

Wohl denen, die noch träumen in dieser schweren Zeit.
Wir wollen nicht versäumen, was ihnen Kraft verleiht.
Lass uns in ihren Spuren gehen und schenk uns Phantasie,
die Welt im Licht zu sehn.

Die noch Gefühle zeigen und gegen Unrecht sind,
die an der Welt noch leiden und weinen wie ein Kind,
die, guter Gott, lass nicht allein.
Wir brauchen ihre Wärme. Lass sie nicht allein.

Und die, die fröhlich lachen, behalt in deiner Hut.
Die auch mal Unsinn machen, o Herr, schenk ihnen Mut.
Wir brauchen ihren Lebenssaft – zu nüchtern ist die Welt!
Gib den Verrückten Kraft!

Wer Fragen hat und Zweifel, den lade zu dir ein.
Lass ihn in deiner Kirche bei uns zu Hause sein,
weil Glaube nur lebendig ist, wo wir gemeinsam suchen –
halt an den Zweiflern fest!

So schenk nun deinen Segen und führe uns ganz sacht,
begleit uns auf den Wegen, die du für uns erdacht.
Und jeder Mensch, ob groß, ob Klein –
so wie du ihn erschaffen – soll andern Segen sein.

 

Lied: Behüte mich Gott ich vertraue dir - Liederzettel