Bekennen – sagen, was Sache ist

Manchmal bekenne ich mich. Dann stehe ich zu dem, was ich Tage zuvor gesagt habe. Dann nenne ich die Dinge beim Namen. Weil ich mir sicher bin, manchmal.
Meistens scheue ich eine klare Aussage. Treue Worte stattdessen: Vielleicht. Eher nicht so. Eigentlich. Ziemlich. Eventuell. Mit großer Wahrscheinlichkeit.
Fast nie gelingt der große Wurf. Die mutige Ansage meiner Lebensidee. Die Verteidigung meiner Visionen. Wer ich bin und was ich will. Woran ich hundertzehnprozentig glaube und was ich für Nonsens halte. Fast nie fühle ich mich eins mit mir und sage, was Sache ist. Viele wichtige Dinge sind zu tun, oft dann, wenn du dich mir näherst, mich ergreifen willst, eins sein willst mit mir. Aber doch: meinen Glauben bekenne ich. Er ist mir zwar manchmal lästig, hält er mich doch davor zurück überall mitzumachen und jeden Blödsinn zu bejubeln. Dann schwimme ich gegen den Mainstream und stell mich außerhalb. Das fällt mir oft schwer. Dabei tut es so gut. Danke, dass du es immer wieder mit mir versuchst! Du Gotteslamm, das unsere Schuld von uns nimmt. Zu dir und mit dir singen wir:

Lied: O du Gotteslamm - 234